Der Verein Deutsche Sprache in Sachsen-Anhalt
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Lesenswertes

Brauchen wir die Powerfrau?

Der hallenser Autor Dr. Heinz Böhme lädt Leser zu einer Reise durch den deutschen Sprachgebrauch ein • Neuerscheinung im IFB Verlag Deutsche Sprache  

Titelseite des Buches »Brauchen wir die Powerfrau?«

Tausende von Germanisten, Linguisten, Schriftstellern, Journalisten, Lehrern und Dichtern haben unsere Sprache im Laufe der Geschichte zu dem gemacht, was sie heute ist: zur  „Orgel unter den Sprachen”, wie Jean Paul einst bemerkte. 

Mit seiner Sammlung von Anmerkungen und Wortspielereien wendet sich Dr. Heinz Böhme an alle, welche sich im Alltag ebenfalls Gedanken über unsere Sprache machen. Die meisten sprachlichen Unfälle werden durch Anglizismen verursacht, die für viele deutschsprachige Bürger »Böhmische Dörfer« sind. Diesen Titel trug die vorausgegangene Ausgabe seines Buches aus dem Jahr 2012, welches nun im Oktober dieses Jahres überarbeitet und erweitert erschienen ist.

Um die Schäden gering zu halten, unterstützt Dr. Böhme den Verein Deutsche Sprache e. V. (VDS) in seinem Wirken gegen unverständliche Anglizismen und für richtiges Deutsch.

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Das Buch ist im Oktober 2015 IFB-Verlag Deutsche Sprache GmbH erschienen (1. Auflage, Paderborn 2015, 112 Seiten, 9,90 Euro, ISBN 978-3-942409-46-9). Mit Zeichnungen von Dirk Eichstädt.

Eine Stimme für die deutsche Sprache

Edda Moser ist eine Dame von Welt. Als Sopranisten wurde sie auf den Bühnen der berühmtesten Opernhäuser vom Publikum gefeiert. Doch kam sie nach langem Aufenthalt im Ausland zurück nach Deutschland, verstand sie die Welt nicht mehr. „Unsere Sprache ist im Begriff, wie ein krankes Tier zu verenden“, wird Moser am 6. Oktober 2006 in der F.A.Z. zitiert. Denn auf Schritt und Tritt begegnen ihr unnötige Anglizismen und ein schludriger Sprachgebrauch. So entschloss sich die Kammersängerin, etwas für die deutsche Sprache zu tun, und begab sich auf die Suche nach Gleichgesinnten. Im Rudolstädter Schloss Heidecksburg hatte 2006 das erste Festspiel der deutschen Sprache mit Mario Adorf und Otto Schenk seine Premiere. Einer Empfehlung von Hans-Dietrich Genscher († 2016) folgend, wechselte das Festspiel 2007 nach Bad Lauchstädt. In diesem Jahr treffen sich Schauspieler und Autoren bereits zum elften Mal, um die deutsche Sprache zu feiern, ihre Ausdruckskraft und ihre Schönheit zu genießen und zugleich ihrer Banalisierung entgegenzuwirken.  

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Bundesweiter Vorlesetag jährte sich 2013 zum zehnten Mal

Vorlesen macht Spaß und fördert die kindliche Entwicklung • Ein Drittel der Eltern liest zu wenig vor 

Sachsen-Anhalts Kultusminister Stephan Dorgerloh besuchte zum diesjährigen Vorlesetag die Schüler in der Magdeburger Grundschule »Hegelstraße«, las Viertklässlern vor, dankte Lesepaten und -mentoren für ihr Engagement (Foto: Marcus Lahn/Freiwilligenagentur Magdeburg)

Am 15. November 2013 fand der 10. Bundesweite Vorlesetag statt. Zum Jubiläum stellt er einen neuen Teilnahmerekord auf: Rund 80.000 ehrenamtliche Vorleserinnen und Vorleser haben sich angemeldet. In Schulen, Kindergärten, Bibliotheken, Redaktionsräumen, sogar in Zügen und in der Fußgängerzone lasen sie aus ihren Lieblingsgeschichten vor. Durch ihre Teilnahme am 10. Bundesweiten Vorlesetag setzen sie ein öffentlichkeitswirksames Zeichen für das Lesen und leisten so einen Beitrag für mehr Lesefreude und bessere Lesekompetenz. Die Initiatoren gehen von insgesamt mehr als 100.000 Teilnehmern aus, da sich Zehntausende mit einer Vorleseaktion beteiligen, ohne diese anzumelden. 

Die Stiftung Lesen, die Wochenzeitung „Die Zeit“ und die Deutsche Bahn riefen 2004 erstmals zum Vorlesen auf und mobilisierten die Öffentlichkeit. Das Institut für Lese- und Medienforschung der Stiftung Lesen führte 2007 nach 19 Jahren erstmals eine gesamtdeutsche repräsentative und systematische Befragung zur familiären Vorlesekultur durch. Zehn Jahre nach dem Start des Bundesweiten Vorlesetages war es nun an der Zeit, eine erste Bilanz zu ziehen und zu prüfen, wie nachhaltig sich die Initiative gestaltet, was bislang erreicht werden konnte und ob Erfolge verzeichnet werden können.

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Jacob und Wilhelm Grimm: Die Begründer der Germanistik  

Die 1785 und 1786 in Hanau geborenen Brüder Jacob und Wilhelm Grimm gingen nicht nur als Märchen- und Sagensammler und deren Bewahrer in die Geschichte ein, sondern auch als Begründer der germanischen Sprachwissenschaften. Im Jahr 2013 wurde das Leben und Wirken der Grimms in der hessischen Landesausstellung »Expedition Grimm« in Kassel gewürdigt.„Kassel begreift sich als die heimliche Grimm-Hauptstadt. Die Brüder Grimm haben ihre Kasseler Zeit selbst in besonderer Weise gewürdigt und herausgehoben“, betont Bertram Hilgen, Oberbürgermeister der Stadt Kassel. In der Stadt, in der die Brüder Grimm mehr als 30 Jahre gelebt und gearbeitet haben, wurde bis 2015 im Brüder Grimm-Museum die Erinnerung an ihr Leben und Wirken wach gehalten. Im September 2015 wurde die »Grimmwelt Kassel« neu eröffnet. Zu den wertvollen Museumsstücken gehören die Bestände an Handexemplaren und Erstdrucken der Werke der Brüder Grimm. Besonders sehenswert ist ein Handexemplar der Kinder- und Hausmärchen von 1812/1815.

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»Die Gedanken sind frei« wurde am 30. September 2011 auf der Wartburg zum schönsten deutschen Volkslied gekürt

Vom 12. bis 29. September 2011 konnten Zuschauer des MDR Fernsehens, Hörer von MDR Figaro und Nutzer der MDR-Netzseiten abstimmen sowie eigene Vorschläge unterbreiten

Auf der Wartburg wurde das schönste deutsche Volkslied gekürt | Foto: Jörg Bönisch

Die Zuschauer und Hörer des Mitteldeutschen Rundfunks (MDR) haben entschieden: »Die Gedanken sind frei« ist das schönste deutsche Volkslied. Über zwei Wochen konnte telefonisch oder im Netz auf den Seiten des MDR abgestimmt werden. „Die Wahl zeigt den Wert, den die Freiheit beim Publikum in Mitteldeutschland genießt und dass es sich beim deutschen Volkslied nach wie vor um ein hohes Gut handelt”, meint MDR-Hörfunkdirektor Johann Michael Möller. MDR Fernsehen und MDR Figaro stellten 20 Volkslieder zur Wahl, es konnten aber auch eigene Vorschläge eingereicht werden. Tausende Zuschauer, Hörer und Internetnutzer beteiligten sich an der Abstimmung. Auf die Plätze zwei und drei wurden »Der Mond ist aufgegangen« und »Im schönsten Wiesengrunde« gewählt. Es folgen »Kein schöner Land«, »Ännchen von Tharau« und »Am Brunnen vor dem Tore«.

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Tabuthema Analphabetismus in Deutschland: Über sieben Millionen Menschen können nicht richtig lesen und schreiben

Analphabetismus und ungenügende Grundbildung müssen enttabuisiert und öffentlich diskutiert werden   

Foto: Jörg Bönisch

Eine im Frühjahr 2011 von der Universität Hamburg veröffentlichte Studie bringt das wahre Ausmaß des Analphabetismus in Deutschland ans Licht: 7,5 Millionen Menschen, mehr als 14 Prozent der erwerbsfähigen Bevölkerung, können nicht richtig lesen und schreiben. Das sind fast doppelt so viele, wie bisher mit etwa vier Millionen angenommen wurde. In Sachsen-Anhalt leben über 200.000 Menschen, die vom funktionalen Analphabetismus betroffen sind. Sie können zwar einzelne Sätze lesen oder schreiben, jedoch keine zusammenhängenden Texte. Zu den Analphabeten im engeren Sinne gehören über vier Prozent der Bevölkerung. Diese können lediglich einzelne Wörter lesend verstehen und schreiben. Für beide Gruppen ist eine würdige Teilnahme am gesellschaftlichen Leben nicht möglich. Sie stehen vor der schwierigen Herausforderung, alltägliche Situationen in unserer schriftgeprägten Welt zu meistern. Aus der Studie geht weiter hervor, dass über 13 Millionen der in Deutschland lebenden Erwachsenen die Rechtschreibung, wie sie bis zum Ende der Grundschulzeit unterrichtet wird, nicht beherrschen. Diese Personen würden das Lesen und Schreiben häufig vermeiden. Das macht einen Anteil von 25 Prozent an dieser Bevölkerungsgruppe aus. 

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»Übersetzt du noch oder verstehst du schon?« - Vortrag von Dr. Bernd M. Samland, Geschäftsführer der Markenagentur Endmark, in Köthen (Anhalt)

Vorstellung der Studien zur Verständlichkeit englischer Werbesprüche führt zu überraschenden Ergebnissen • Gleichnamiges Buch im Herder-Verlag erschienen  

Auf Einladung der Neuen Fruchtbringenden Gesellschaft zu Köthen/Anhalt e. V. - Vereinigung zur Pflege der deutschen Sprache - versuchte Dr. Bernd M. Samland am 26. März 2011 das Wirrwarr zahlreicher englischsprachiger Werbesprüche, sogenannter Slogans, im Veranstaltungszentrum Schloss Köthen (Anhalt) zu entflechten. Dr. Samland ist Geschäftsführer der Endmark GmbH (Köln), einer Agentur für Benennungsmarketing. Diese Agentur hat in den vergangenen Jahren mehrfach Studien zur Verständlichkeit englischer Werbesprüche durchgeführt und ist dabei zu überraschenden, ja teilweise schon erschreckenden Ergebnissen gelangt. Im

Herder-Verlag ist das gleichnamige Buch erschienen (ISBN 978-3-451-30417-0). 

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Vereinschronik der Jahre 2007 bis 2015  

Mit dieser Chronik möchten wir einen Überblick geben, wie sich die Vereinsarbeit in der Region in den zurückliegenden Jahren entwickelt hat. 

Mit in loser Folge erscheinenden Info-Briefen halten wir die Vereinsmitglieder und interessierte Sprachfreunde über die aktuellen Geschehnisse informiert. Anlassbezogen werden Presse-Informationen herausgegeben, um die Öffentlichkeit über den Verein, sein Wirken und seine Veranstaltungen zu informieren oder um sich zu aktuellen Entwicklungen öffentlich zu positionieren. Wichtigstes und aktuellstes Informationsmedium bleibt dieser regionale Netzauftritt.

Die Chronik kann durch Klicken auf das Bild heruntergeladen werden (bitte beachten Sie, dass die pdf-Datei etwa 19 MB groß ist).