Der Verein Deutsche Sprache in Sachsen-Anhalt
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Erlebniswelt Deutsche Sprache im Schloss Köthen

Das Historische Museum im Schloss Köthen bewahrt das Andenken an die Fruchtbringende Gesellschaft und schlägt nunmehr die Brücke zur Gegenwart: Seit dem Frühjahr 2013 ist hier - in den ehemaligen Wohnräumen des Fürsten Ludwig I. - in vier Themenfeldern eine Erlebniswelt Deutsche Sprache zu entdecken. Der Besucher taucht ein in die Geschichte der deutschen Sprache, die Zeit der Fruchtbringenden Gesellschaft am Köthener Hof, die Deutsche Sprache in der heutigen Zeit sowie in Sprachspiele und Wortbildung. 

Die Ausstellung lädt ein, mehr über unsere Muttersprache, ihre Schönheit und ihren Reichtum zu erfahren. Neben Bild- und Texttafeln kommen auch Moderne Medien zum Einsatz, die zum Mitmachen einladen. In einem Vorführraum wird ein 20-minütiger Film zur geschichtlichen Entwicklung der deutschen Sprache gezeigt. Eine abwechslungsreiche Ausstellung, die auch zum achtsamen Gebrauch unserer Muttersprache anregt. Geöffnet ist dienstags bis sonntags von 10 bis 17 Uhr.

Fürst Ludwig von Anhalt-Köthen, Gründer der Fruchtbringenden Gesellschaft

Am 24. August 1617, kurz vor Ausbruch des Dreißigjährigen Krieges und ein Jahrhundert nach Beginn der Reformation, wurde in Weimar die Fruchtbringende Gesellschaft gegründet - die erste und größte deutsche Akademie des 17. Jahrhunderts. Unter Vorsitz von Fürst Ludwig I. von Anhalt-Köthen (1579 - 1650) widmete sie sich von Köthen aus der Förderung und Entwicklung der deutschen Sprache, verfolgte bildungsreformerische, christlich-ethische und patriotisch-politische Ziele. Wenige Jahre nach dem Tod des Fürsten begann der Niedergang durch die Entwicklung zu einem höfischen Ritterorden. Die Fruchtbringende Gesellschaft starb bereits 1680 aus. Am 18. Januar 2007 wurde in Köthen eine Neue Fruchtbringende Gesellschaft gegründet, welche in der sprachpflegerischen Tradition der historischen Fruchtbringenden Gesellschaft des 17. Jahrhunderts steht.

Weitere Informationen unter: www.erlebniswelt-deutsche-sprache.de

Text und Fotos: Jörg Bönisch