Der Verein Deutsche Sprache in Sachsen-Anhalt
Die Seiten für Sprachpflege, Sprachbewusstsein und Sprachentwicklung

Meldungen 2017

VDS erhielt von der Halleschen Wohnungsgenossenschaft FREIHEIT Spendenscheck

Fred Freiheit und Dirk Neumann von der HWF mit Arne-Grit Gerold vom VDS (v.l.n.r.) | Foto: Jörg Bönisch

Im Rahmen der Aktion „Fred Freiheit bringt die Silberlinge“ übergab Dirk Neumann, Vorstand der Wohnungsgenossenschaft FREIHEIT e. G. (HWF), der Regionalgruppe Sachsen-Anhalt des Vereins Deutsche Sprache e. V. am 19. September eine Spende über 1.000 Euro. Den symbolischen Spendenscheck nahm Arne-Grit Gerold, die Leiterin der Regionalgruppe, dankbar entgegen: „Wir freuen uns sehr über diese großzügige finanzielle Zuwendung und werden sie sinnstiftend für ein Kinder- und Jugendprojekt zur Förderung der deutschen Sprache verwenden.“ Jörg Bönisch, Mitglied im VDS-Bundesvorstand, ergänzte: „Im deutschen Bildungssystem, an den Schulen gibt es riesige Defizite, die es gilt, auszugleichen. Es gibt Sprachlernschwierigkeiten, in den Elternhäusern wird kaum noch vorgelesen, die Kinder und Jugendlichen haben Schwierigkeiten, sich auszudrücken, Schreiben zu lernen. Da gibt es genügend Anknüpfungspunkte, dieses Geld hier in der Region, in Halle einzusetzen.“ Neumann begründete die Spende damit, dass die deutsche Sprache ein Stück kulturelle Identität sei: „Wir unterstützen damit das ehrenamtliche Engagement für den Erhalt und für die Weiterentwicklung der deutschen Sprache. Denn gute Sprachkenntnisse sind der Schlüssel für schulischen und beruflichen Erfolg sowie zur gelingenden Integration von Flüchtlingen in die Gesellschaft.“ 

Geschlechtergerechte Sprache wird mehrheitlich abgelehnt

Abb.: ShuaiGuo - pixabay.com

Schon lange kritisiert der Verein Deutsche Sprache die Einführung der geschlechtergerechten Sprache in politischen und öffentlichen Einrichtungen. Auch die Sprachnachrichten befassen sich schwerpunktmäßig mit diesem leidigen Thema. Dass die Gendersprache auch in weiten Teilen der Bevölkerung abgelehnt wird, hat im September 2017 eine Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov im Auftrag der Deutschen Presse-Agentur ergeben. Demnach lehnen 42 Prozent der Befragten Binnen-I und Gender_Gap (Geschlechter-Lücke) ab, wohingegen nur 14 Prozent die sprachliche Anpassung „voll und ganz“ befürworten. Dabei gab es erkennbare Unterschiede hinsichtlich Alter und Geschlecht der Befragten. Den größten Zuspruch findet die geschlechtsneutrale Sprache bei Frauen unter 35.

In seinem Buch »Genug gegendert« beleuchtet Tomas Kubilek die Ursprünge der feministischen Sprachkritik und entkräftet mit zahlreichen, wissenschaftlich fundierten Argumenten deren Behauptungen. Aus dem Klappentext: „Gendern nervt. Gendern macht guten Stil unmöglich. Trotzdem setzt sich die Frauensprache immer mehr durch: in Schulbüchern, an Universitäten, in Gesetzestexten, in den Medien. All das im Namen der Gleichberechtigung. Doch fördert Gendern wirklich die Frauenemanzipation? Welche Ziele verfolgen die Verfechter der Frauensprache wirklich? Und wie überzeugend sind ihre Argumente? Ein leidenschaftliches Plädoyer für ein gutes und klares Deutsch. Voller griffiger Argumente und abschreckender Beispiele.“ Erschienen ist das lesenswerte Buch 2015 in einer Neuauflage im Projekte-Verlag Jena. ISBN: 978-3-94597-102-4.

Tomas Kubilek, 1976 in der Slowakei geboren, wuchs in Stuttgart auf und studierte Germanistik und Mathematik an der Universität Wien. 2005 promovierte er zum Dr. phil.

Rund um den Tag der deutsche Sprache 2017 

Festspiel der deutschen Sprache

Vom 4. bis 10. September fand im Goethe-Theater in Bad Lauchstädt das „Festspiel der deutschen Sprache“ statt. Höhepunkt war am 8. September die szenische Lesung von Johann Wolfgang von Goethes „Torquato Tasso“. Es war ein Genuss, wie die grandiosen Schauspieler Markus Meyer, Rainer Sellien, Sunnyi Mellies, Nina Hoger und Bernt Hahn (v.l.n.r.) das Publikum mit ihrer Stimmgewalt verzückten. Welches sich für diesen wundervollen Abend mit donnerndem Applaus bedankte.

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Luther und die deutsche Sprache

In ihrer Reihe „Kultur und Zeitgeschehen“ lud die Regionalgruppe Sachsen-Anhalt aus Anlass des Tages der deutschen Sprache am 9. September zu einer Vortrags- und Diskussionsveranstaltung in das Dorint-Hotel Charlottenhof in Halle (Saale) ein. VDS-Vorstandsmitglied Dr. Reiner Pogarell (re.) hat in unterhaltsamer Weise aufgezeigt, welche Wirkungen Luthers Schaffen auf unsere Sprache noch bis heute hat. Mehr als 30 Besucher hörten interessiert zu und diskutierten anschließend mit Dr. Pogarell.

Verein Deutsche Sprache beim Fontänefest

Auch in diesem Jahr war die Regionalgruppe Sachsen-Anhalt des VDS mit einem Informationsstand beim Fontänefest am 10. September in Halle (Saale) dabei. Über 200 Besucher suchten das persönliche Gespräch, informierten sich über die Vereinsziele oder nahmen sich Informationsmaterial mit. Auch der SPD-Bundestagsabgeordnete Dr. Karamba Diaby (2.v.l.) - hier mit den Standbetreuern Arne-Grit Gerold (li.), Jörg Bönisch (2.v.r.) und Ulf Lange (re.) - stattete dem VDS-Stand einen Besuch ab.

Fotos: Jörg Bönisch (2), Tim Gunreben (1)

Luther und die deutsche Sprache zum Tag der deutschen Sprache

Vortrags- und Diskussionsveranstaltung am 9. September um 16 Uhr im Dorint-Hotel Halle ● Verein Deutsche Sprache am 10. September mit Infostand beim Fontänefest in Halle 

In ihrer Reihe „Kultur und Zeitgeschehen“ lädt die Regionalgruppe Sachsen-Anhalt aus Anlass des Tages der deutschen Sprache am 9. September zu einer Vortrags- und Diskussionsveranstaltung ein. VDS-Vorstandsmitglied Dr. Reiner Pogarell wird unter dem Titel „Luther und die Deutsche Sprache“ im Jahr des 500. Reformationsjubiläums aufzeigen, welche Auswirkungen Luthers Schaffen auf unsere sowie auf andere Sprachen hatte. Der Vortrag beginnt um 16 Uhr im Raum „Burg Wettin“ im Dorint-Hotel Charlottenhof in der Dorotheenstraße 12 in Halle (Saale). Der Eintritt ist frei. Der Referent studierte Germanistik und engagiert sich seit vielen Jahren im Predigtvorbereitungskreis der evangelischen Kirchengemeinde in Paderborn. 

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Alle, denen die deutsche Sprache am Herzen liegt und am Verein Interessierte sind herzlich eingeladen, am darauffolgenden Tag, dem 10. September, den Informationsstand des VDS beim Fontänefest auf der halleschen Ziegelwiese zu besuchen. Von 13 bis 18 Uhr stehen ein Mitglied des Bundesvorstandes und Vereinsmitglieder der Regionalgruppe Sachsen-Anhalt für persönliche Gespräche zur Verfügung und halten Informations- sowie Werbematerial bereit. 

Im September steht die Sprache im Mittelpunkt

Weltalphabetisierungstag, Europäischer Tag der Sprachen und Tag der deutschen Sprache stehen für Bildung und kulturelle Vielfalt: Festspiel der deutschen Sprache in Bad Lauchstädt ● Luther und die deutsche Sprache in Halle ● Schöne deutsche Sprache in Köthen

Abb.: Maksym Yemelyanov - Fotolia.com

Im September richtet sich das Augenmerk mit zahlreichen Gedenktagen auf die kulturelle Vielfalt, die in der jeweiligen Landessprache ihren Ausdruck findet. Die UNESCO, der Europarat, der Verein Deutsche Sprache und viele weitere Initiativen setzen sich seit Jahrzehnten mit zahlreichen Aktionen für sprachliche Bildung und Vielfalt ein. Seit 1965/66 weist die UNESCO weltweit alljährlich am 8. September mit dem Weltalphabetisierungstag auf die sozialen und wirtschaftlichen Folgen des Analphabetismus hin. Mit Beschluss des Europarats wurde 2001 entschieden, jährlich am 26. September einen Europäischen Tag der Sprachen zu feiern. Damit soll der Öffentlichkeit die Bedeutung des Sprachenlernens bewusstgemacht und durch Mehrsprachigkeit das interkulturelle Verständnis gefördert werden. Außerdem gilt es, die sprachliche und kulturelle Vielfalt Europas zu fördern, zu erhalten und zu pflegen. In diesem Sinne wurde 2001 auf Initiative des Vereins Deutsche Sprache (VDS) der Tag der deutschen Sprache ausgerufen. Er erinnert jeweils am zweiten Sonnabend jeden Jahres daran, sich der Sprachpflege, des Sprachbewusstseins und der sorgsamen Sprachentwicklung im Sinne der sprachlichen Vielfalt zu besinnen.

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 Regine Heinecke lässt Worte zu Bildern werden

Würdigung ihres künstlerischen Lebenswerkes im Schloss Voigtsberg in Oelsnitz/Vogtland

Regine Heinecke | Foto: Privat

Der Verein Deutsche Sprache ist seit dem Frühjahr 2017 um ein vor allem im Osten Deutschlands weithin bekanntes Mitglied reicher: Regine Heinecke. Sie hat sich als Malerin, Grafikerin und Illustratorin einen Namen gemacht hat und spürt seit jeher eine innige Beziehung zu Wörtern und Literatur. „Worte werden Bilder – das ist mein Lebenselixier seit meiner Kindheit. Doch wollte ich in meinen Illustrationen immer eine Geschichte neben dem Text erzählen, nicht nur eine bloße Abbildung schaffen“, betont die eloquente 81-jährige Künstlerin. Freundschaftliche Bande knüpfte Heinecke mit dem im März 2016 verstorbenen, seit den 1960-er Jahren in Halle lebendenden Schriftsteller und Lyriker Dieter Mucke. Aus dieser Freundschaft entstanden gemeinsame Buchprojekte wie „Der Dunkel Munkel“ und „Die Sorgen des Teufels“.

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KATHI wird für vorbildlichen Sprachgebrauch geehrt

Geschäftsführer Marco Thiele wird vom Verein Deutsche Sprache zum Sprachvorbild gekürt 

Arne-Grit Gerold, Marco Thiele, Dr. Reiner Pogarell (v.l.n.r.) | Foto: Jörg Bönisch

Im Beisein von Dr. Judith Marquardt, Beigeordnete für Kultur und Sport der Stadt Halle (Saale), zeichnete der Verein Deutsche Sprache (VDS) am 7. Juli 2017 das hallesche Traditionsunternehmen KATHI Rainer Thiele GmbH für die hohe Qualität seiner sprachlichen Außendarstellung als „Sprachvorbild“ aus. Die Auszeichnung wurde dem Geschäftsführer Marco Thiele vom VDS-Vorstandsmitglied Dr. Reiner Pogarell (Institut für Betriebslinguistik) überreicht: „Das Unternehmen zeigt mit seiner ‚Familie feiner Backideen‘, dass zu natürlichen, ehrlichen und angenehmen Produkten am besten eine natürliche, ehrliche und angenehme Sprache passt.“ Kathi steht für eine klare und verständliche Ansprache der Kunden, verzichtet auf leere Phrasen und Füllwörter sowie auf sogenannte „denglische“ Wortschöpfungen. „Wir freuen uns außerordentlich, vom VDS heute als Sprachvorbild ausgezeichnet zu werden. Diese große Ehre spornt uns auch weiterhin dazu an, in und für unsere Region auf vielschichtige Weise Verantwortung zu übernehmen“, bedankte sich Thiele.

Im Juni 2015 wurde bereits Dr. Bertram Thieme als Direktor des Dorint-Hotels „Charlottenhof“ in Halle (Saale) für seinen vorbildlichen Umgang mit der deutschen Sprache als „Sprachvorbild“ ausgezeichnet. 

August Hermann Francke reformierte die Bildung

Professor Helmut Obst (l.), und Jörg Bönisch (r.)

Seit Herbst 2016 sind die Franckeschen Stiftungen zu Halle Mitglied im Verein Deutsche Sprache. Vereinsmitglied Jörg Bönisch sprach mit Professor Helmut Obst, dem Vorsitzenden des Kuratoriums der Stiftungen, über Luther, Francke, Reformation, Bildung und deutsche Sprache.

Es ist schon erstaunlich, wie sich über Jahrhunderte die inhaltlichen Auseinandersetzungen ähneln: Von Martin Luther (1483 – 1546) über August Hermann Francke (1663 – 1727) wird bis heute kontrovers über bildungs- und sprachpolitische Inhalte diskutiert. Bereits in den zwanziger Jahren des 16. Jahrhunderts gab Luther dem „christlichen Adel deutscher Nation“ und den „Ratsherrn aller Städte deutschen Landes“ in seinen Schriften wichtige Impulse für eine Reform des Bildungswesens. Francke griff diese Gedanken auf. 

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Deutsch für alle!

Prof. Walter Krämer, VDS-Vorstandsvorsitzender | Foto: Jörg Bönisch

Der Verein Deutsche Sprache e. V. präsentierte zum Internationalen Tag der Muttersprache am 21. Februar sein Jahresmotto 2017: „Deutsch für alle!“. Dieser Leitspruch soll die Projekte und Veranstaltungen des Vereins Deutsche Sprache e. V. im laufenden Jahr bündeln.

„Wir sorgen mit Stipendien für die Verbreitung des Deutschen im Ausland, wir fördern ehrenamtliche Deutschlehrer in der Flüchtlingsarbeit, aber vor allem setzen wir uns dafür ein, dass die deutsche Sprache hierzulande besser gepflegt wird“, sagte der VDS-Vorsitzende Prof. Dr. Walter Krämer. „Die Mitglieder des Vereins Deutsche Sprache werden auch 2017 zur Stelle sein, wenn die deutsche Sprache von öffentlichen Stellen entwertet oder von bestimmten Interessengruppen für ideologische Zwecke missbraucht wird“, so Krämer.

Krämer rief die weltweit 36.000 Mitglieder des größten deutschen Sprach- und Kulturvereins dazu auf, sich in die Diskussion über den Erhalt und die Weiterentwicklung der deutschen Sprache einzubringen. „Wir sind eine Graswurzelbewegung“, so Krämer, „und leben von der Beteiligung und den Ideen unserer Sprachfreunde.“

Doppeljubiläum 2017: 20 Jahre VDS, 10 Jahre VDS in Sachsen-Anhalt

Im zwanzigsten Jahr des Bestehens des Vereins Deutsche Sprache kann auch die Regionalgruppe in Sachsen-Anhalt auf ein ereignisreiches Jahrzehnt zurückblicken. Eine Vereinschronik gibt einen Überblick über die regionalen Aktivitäten der ehrenamtlich tätigen Vereinsmitglieder. Im Archiv stehen die Beiträge ab 2010 ebenfalls zum Nachlesen bereit.

Die aktuelle VDS-Regionalleitung Sachen-Anhalt: Bernd Eggeling, Arne-Grit Gerold und Jörg Bönisch (v.l.n.r.) | Foto: Wolfgang Müller-Bönisch

Am 4. Mai 2007 legten Arne-Grit Gerold (in der Bildmitte) und Gerald Prüter in Halle den Grundstock für das regionale Wirken des VDS. Anknüpfend an die Tätigkeit der vergangenen Jahre, wird am 7. Juli 2017 die Verleihung des „Sprachvorbildes“ stattfinden, eines Preises für den respektvollen Umgang mit unserer Mutter- und Landessprache. Dieser Preis wurde 2015 in Sachsen-Anhalt erstmals an das Dorint-Hotel Charlottenhof in Halle verliehen.

Zum Tag der deutschen Sprache wird die erfolgreiche Veranstaltungsreihe „Kultur und Zeitgeschehen“ fortgesetzt. Am 9. September beschäftigt sich eine Vortrags- und Diskussionsveranstaltung im Rahmen des Reformationsjubiläums mit dem Thema „Luther und die deutsche Sprache“. Traditionell wird sich die VDS-Regionalgruppe Sachsen-Anhalt mit einem Informationsstand beim diesjährigen Fontänefest am 10. September auf der Ziegelwiese in Halle beteiligen. Ebenso lädt am zweiten Septemberwochende unser Vereinsmitglied Kammersängerin Edda Moser zum mittlerweile zwölften Festspiel der deutschen Sprache nach Bad Lauchstädt in das Goethe-Theater ein.