Der Verein Deutsche Sprache in Sachsen-Anhalt
Die regionalen Seiten für Sprachpflege, Sprachbewusstsein und Sprachentwicklung

REDEZEIT geht im Herbst in die zweite Runde

Der Germanist Dr. Ulrich Wenner von der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg | Foto: Jörg Bönisch

Dr. Ulrich Wenners Vortrag zur „Mundartlandschaft Wittenberg“ setzte am 8. Juli 2019 den Schlusspunkt hinter die erste Serie der Reihe REDEZEIT. Wenner, Germanist an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, beschäftigt sich schon seit vielen Jahren wissenschaftlich mit dem Mundartwortschatz des nördlichen (niederdeutschen) und mittleren (mitteldeutschen) Teils Sachsen-Anhalts. So konnte er den Gästen die Bedeutung, Lautung und sprachgeografische Verteilung des Alltagswortschatzes mit großer Sachkenntnis erläutern.

Da sich die Veranstaltungsreihe bisher großer Beliebtheit erfreute, geht sie im Herbst in die zweite Runde. 

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Arne-Grit Gerold für ehrenamtliches Engagement geehrt

Marc-Alexander Glunde, Arne-Grit Gerold und Dr. Reiner Pogarell (v.l.n.r.) | Foto: Jörg Bönisch

Am 29. Juni 2019 wurde  Arne-Grit Gerolds langjähriges Engagement als Leiterin der Regionalgruppe Sachsen-Anhalt im Verein Deutsche Sprache (VDS) mit dem Gerhard-Junker-Preis gewürdigt. Die Ehrung nahmen Marc-Alexander Glunde und Dr. Reiner Pogarell, beide VDS-Vorstandsmitglieder, im Rahmen der Deutschen Sprachtage 2019 in Halle (Saale) auf der Delegiertenversammlung in der Händelhalle vor. Drei wunderbare Delegiertenversammlungen durfte der VDS in dem kleinen Bundesland Sachsen-Anhalt durchführen, eine schöner als die andere. Das ist auch wesentlich das Verdienst der geehrten Sprachfreundin, die mit ihrem Sinn für Schönheit, ihrem Spürsinn für gute Themen immer wieder Akzente setzen konnte, die in anderen VDS Regionen einen Vorbildcharakter haben können. Dazu gehört insbesondere auch ihre Auszeichnungskultur, wie die Preisverleihung an den Backmittelhersteller Kathi“, betonte Dr. Reiner Pogarell, Mitglied im VDS-Vorstand, in seiner Laudatio.

Der Preis erinnert an den Namensgeber Gerhard Junker, ein VDS-Mitglied der ersten Stunde und langjähriger Leiter der Arbeitsgruppe „Anglizismen-Index“.

Deutsche Sprachtage 2019 in Halle (Saale)

Unter Schirmherrschaft von Oberbürgermeister Dr. Bernd Wiegand

Unter dem Motto „Sprache und Bildung im Wandel der Zeit“ war die Regionalgruppe Sachsen-Anhalt des Vereins Deutsche Sprache (VDS) in diesem Jahr Gastgeber für die Deutschen Sprachtage, die vom 27. bis 30. Juni 2019 in Halle (Saale) stattfanden. Darin eingebettet war die VDS-Bundesdelegiertenversammlung, die nach Merseburg (2011) und Lutherstadt Wittenberg (2015) bereits zum dritten Mal in Sachsen-Anhalt stattfand.

Teilnehmer der Bildungsreise in der Goethe-Stadt Bad Lauchstädt | Foto: Volker Miske
Dr. Reiner Pogarell vom VDS-Vorstand im Gespräch mit Prof. Oddný G. Sverrisdóttir

Rund 150 Teilnehmer aus dem gesamten deutschsprachigen Raum kamen nach Halle (Saale). Darunter auch 18 Sprachfreunde, Deutschlehrer, Sprachwissenschaftler und Germanisten aus 14 Ländern: Aserbaidschan, Belgien, Benin, Dänemark, Frankreich, Ghana, Island, Litauen, Österreich, Polen, Rumänien, Schweiz, Tunesien und aus der Türkei. Frau Prof. Oddný G. Sverrisdóttir vom Deutschinstitut der Háskóli Íslands (Reykjavík) führte in die isländische Sprache ein und erläuterte eine spannende Begegnung mit einer unbekannten Verwandten. Ein umfangreiches Begleitprogramm ermöglichte den Delegierten und Gästen, sich über das Wirken der Fruchtbringenden Gesellschaft in der „Erlebniswelt Deutsche Sprache“ im Köthener Schloss und über das Schaffen von Johann Wolfgang von Goethe in Bad Lauchstädt zu informieren. Führungen durch die Franckeschen Stiftungen zu Halle gaben Einblicke in den Bildungskosmos der Schulstadt. 

Feierliche Eröffnung im Freylinghausen-Saal

Zur feierlichen Eröffnung der Deutschen Sprachtage richteten Marco Tullner, Bildungsminister des Landes Sachsen-Anhalt, und Dr. Bernd Wiegand, Oberbürgermeister der Stadt Halle (Saale), am 28. Juni im Freylinghausen-Saal der Franckeschen Stiftungen zu Halle Grußworte an die Gäste. Dr. Wiegand war Schirmherr der Deutschen Sprachtage. Prof. Helmut Obst, Ehrenvorsitzender des Kuratoriums der Franckeschen Stiftungen, hielt den Festvortrag. Der 1116 gegründete Stadtsingechor zu Halle, einer der ältesten Knabenchöre Deutschlands, gab der Veranstaltung unter der Leitung von Clemens Flämig den musikalischen Rahmen. 

Das komplette Programm zum Nachlesen: www.vds-ev.de

Text und Fotos: Jörg Bönisch

Am 8. April war wieder REDEZEIT in Wittenberg

Von Altstoffsammlung bis Zellophanbeutel - Wo sind nur die Wörter hin? - DDR-Wortschatz gestern und heute

Prof. Steffen Leuschner | Foto: Jörg Bönisch

Am 8. April 2019 lud der Verein WortWerkWittenberg (WWW) zur dritten REDEZEIT in das Lectorium der Stiftung Leucorea in die Lutherstadt  ein. Prof. Steffen Leuschner gab in einem Impulsreferat Denkanstöße zum Thema „Wo sind nur die Wörter hin? DDR-Wortschatz heute“. Anschließend entspann sich ein lebhafter Meinungsaustausch mit dem Referenten sowie zwischen den Gästen. 

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Im Oktober 2018 fand die erste REDEZEIT statt. Prof. Hans-Joachim Solms, 2. Vorsitzender des WWW und Mitglied im wissenschaftlichen Beirat des Vereins Deutsche Sprache (VDS), beleuchtete die Zusammenhänge zwischen „Sprache und Nation“. Im Januar dieses Jahres regte der Indogermanist Prof. Gerhard Meiser, Vorsitzender des WWW und ebenfalls Mitglied im wissenschaftlichen Beirat des VDS, zum Nachdenken über „political correctness“ an. Am 8. Juli stellt Dr. Ulrich Wenner in der nächsten REDEZEIT die „Mundartlandschaft Wittenberg“ in den Mittelpunkt der Diskussion.

VDS-Sprachtreff am 26. März in Halle (Saale)

Regionalleitung bei Mitgliederversammlung wiedergewählt • Mitgliederzuwachs um 26 Prozent 

Im Ehrenamt bestätigt: Jörg Bönisch, Arne-Grit Gerold und Bernd Eggeling | Foto: Wolfgang Müller-Bönisch

Am 26. März 2019 wurde die Leitung der VDS-Regionalgruppe Sachsen-Anhalt bei der diesjährigen Mitgliederversammlung im Dorint-Hotel Charlottenhof Halle (wieder) gewählt. Arne-Grit Gerold, Jörg Bönisch und Bernd Eggeling sind in ihren Ehrenämtern als Leiterin, deren Stellvertreter und Beisitzer einstimmig bestätigt worden.

Im Rechenschaftsbericht ließen Gerold, Bönisch und Eggeling die vergangene dreijährige Wahlperiode Revue passieren. Dabei war die Entwicklung der Mitgliederzahlen mit einem Zuwachs von 26 Prozent in Sachsen-Anhalt besonders erfreulich. Im Herbst 2016 wurden die Franckeschen Stiftungen zu Halle korporatives Mitglied in unserem Verein. Im Juli 2017 konnte das hallesche Unternehmen KATHI als „Sprachvorbild“ ausgezeichnet werden. Auch das Reformationsjubiläum fand 2017 mit einem Vortrag Luther und die deutsche Sprache" seine Würdigung. Besondere Höhepunkte waren die Beteiligung an den Leipziger Buchmessen 2018 und 2019In der Diskussion wurden Vorschläge und Ideen für die weitere regionale Vereinsarbeit besprochen. Besonders anspruchsvoll wird in diesem Jahr die Ausrichtung der Deutschen Sprachtage in Halle an der Saale.

VDS und IFB Verlag Deutsche Sprache auf Leipziger Buchmesse und bei Leipzig liest

VDS und IFB-Verlag auf der Leipziger Buchmesse | Foto: Jörg Bönisch

Vom 21. bis 24. März 2019 präsentierten sich der Verein Deutsche Sprache (VDS) und der verbündete IFB Verlag Deutsche Sprache auf der Leipziger Buchmesse. Am Messestand wurden in bewährter Weise Buchneuerscheinungen und das Verlagsprogramm präsentiert, aber auch der Füllstoff von Büchern, die Sprache, thematisiert. Darüber hinaus beteiligten sich VDS und IFB Verlag am Lesefest „Leipzig liest“. Der Schriftsteller Dr. Kurt Gawlitta lud im Forum Literatur zur Lesung aus „Youssefs Gesetz“ ein. 

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Positive Resonanz und besonders viel Zuspruch fand die Unterschriftenaktion

 Schluss mit dem Gender-Unfug!

Rundbrief 01/2019 für Vereins- und Sprachfreunde in Sachsen-Anhalt erschienen

Im Januar erschien ein aktueller Rundbrief, in dem die Regionalleitung Sachsen-Anhalt die Vereins- und Sprachfreunde über aktuelle Entwicklungen und Veranstaltungen informiert. Für Interessierte kann er, wie auch vorausgegangene Ausgaben, heruntergeladen werden: Informationen

REDEZEIT an historischer Stätte

Prof. Gerhard Meiser | Foto: Jörg Bönisch

Am 14. Januar 2019 lud der Verein WortWerkWittenberg (WWW) zur REDEZEIT in die Stiftung Leucorea in die Lutherstadt ein. In einer knappen halben Stunde gab der Indogermanist Prof. Gerhard Meiser, Vorsitzender des WWW und Mitglied im wissenschaftlichen Beirat des VDS, in seinem Impulsreferat Denkanstöße zur „political correctness“. Für Meiser ein Thema, über das es einiges nachzudenken gäbe: „Denn ein politisch korrekter Sprachgebrauch kann ein nützliches, vielleicht sogar notwendiges Mittel sein, um umsichtig mit unserer Sprache umzugehen. Dabei ist aber dem Versuch der Meinungsgleichschaltung entschieden entgegenzutreten.“ 

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